Zu Ostern wird’s köstlich und vegan mit diesem Karottenkuchen!

Schon als wir Kinder waren, gab es bei uns oft um die Osterzeit herum Möhren- oder Karottenkuchen (oder amerikanisch “Carrot Cake”, jeder so, wie er es sagen möchte), denn meine Schwester als Märzgeborene wünschte diese Köstlichkeit öfters als Geburtstagskuchen. Zum Glück konnte ich dann auch immer davon profitieren!

Damals waren die Worte “vegan” oder “zuckerfrei” natürlich nicht Teil unseres Wortschatzes, und doch erinnert mich meine diesjährige Kuchenkreation, die sowohl vegan, als auch Kristallzucker-frei ist, geschmacklich sehr an damals, was eine kleine Extra-Prise Nostalgie in diesen köstlichen Kuchen bringt.

Dazu natürlich saftige Bio-Möhren, ein Hauch mallorquinischer Zitronenschale und -saft, etwas Zimt und Muskatnuss und, ganz wichtig, vegane, weiße Schokolade (gibt’s zum Beispiel hier** und ist auch als Kuvertüre perfekt geeignet!) und schon ist der Traum vom saftigsten Möhrenkuchen der Welt beinahe perfekt. Wenn ihr möchtet, könnt ihr natürlich auch nicht vegane, weiße Schokolade oder Kuvertüre verwenden!

Wie ich backe und was dabei herausgekommen ist

Eins vorneweg: meine erste Reaktion, als ich den Kuchen probiert hatte, war ein Aufschrei des Erstaunens! So lecker, saftig und aromatisch hatte ich ihn mir nicht in meinen kühnsten Träumen erdenken können. Ein Gedicht und “unnormal lecker” schrieb ich Max direkt.

Als nächstes folgt nun also mein Rezept, welches vor allem durch viel intuitives “Zusammenkippen” in einen großen Rührtopf entstanden ist. Leider koche und backe ich meistens ohne Mengenangaben und ohne Rezept, aber ich habe versucht, alles grob zu notieren, damit auch ich diesen köstlichen Kuchen nochmal genau so (oder wenigstens so ähnlich) hinbekomme.

Verzeiht mir darum dennoch, wenn es bei euch beim ersten Mal nicht genau so klappt, der Kuchen sich in der Konsistenz etwas unterscheidet oder er etwas anders aussieht. Das kann an vielen Faktoren liegen, doch ich denke, er sollte wenigstens ähnlich werden und euch (und eure Gäste beim Oster-Brunch) in jedem Fall begeistern!

Das Rezept für alle, die direkt loslegen wollen!

Zutaten für eine Brotform:

Möhren-Mischung:
4-5 große Bio-Möhren fein gerieben
1 Bio-Zitronenschale abgerieben, den Saft ausgepresst dazu
1 TL Bio Ceylon-Zimt
1 Messerspitze Muskatnuss gerieben
1 Prise Meersalz

Trockene Zutaten:
100g Bio Dinkelmehl
200g gemahlene Bio Haselnüsse
150g Bio Haferkleie gekeimt
3-4 EL Bio Haferflocken
1 Päckchen Bio Backpulver aus Reinweinstein
1 EL Kaiser-Natron
80g Stevia
2 EL gehackte Bio Walnüsse
2 EL gehackte, blanchierte Bio Mandeln
2 EL Bio Kokosflocken
200g vegane weiße Schokodrops oder weiße Schokolade grob gehackt
5 EL veganes Proteinpulver Vanillegeschmack
1 Packung Bio Vanillearoma
1 Packung Puddingpulver Vanillegeschmack

Feuchte Zutaten:
1/2 Packung Ei-Ersatz
1 EL gequollene Chia-Samen
100g Pflanzenfett (zB. Kokosfett)
4 EL Bio Agavendicksaft dunkel
300-400 ml Haferdrink

+ 200g weiße Schokolade oder Kuvertüre für die Lasur
+ eine Handvoll Pistazien als Dekoration

Zubereitung:

Alle Zutaten der Möhren-Mischung gleichmäßig vermengen und kurz durchziehen lassen. Backofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Die trockenen Zutaten gleichmäßig vermengen, die feuchten Zutaten separat gleichmäßig vermengen. Dann die Möhren-Mischung mit den Feuchten Zutaten vermengen und anschließend nach und nach die trockene Zutaten-Mischung hinzugeben und ordentlich vermengen. Wenn der Teig dann noch zu trocken ist, noch etwas Haferdrink hinzu geben, wenn er zu “nass” ist, dann etwas mehr Dinkelmehl. Die Konsistenz sollte eher “dickflüssig” sein.

Die Brotform einfetten und den Teig hineingeben. Bei 200 Grad Ober-Unterhitze für 30-40 Minuten backen, dann auf Umluft umstellen und nochmal 30 Minuten bei 180 Grad weiter backen.

Anschließend den Kuchen auskühlen lassen und etwa 200g weiße Schokolade oder Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, danach etwas abkühlen lassen. Mit einem Back-Pinsel den abgekühlten Kuchen mit der weißen Schokolade rundherum bestreichen, mit Pistazien dekorieren und anschließend einige Stunden abkühlen lassen.

Bon Appétit!

**Persönliche Empfehlung, selbst gekauft.