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Wusstet ihr, dass ich mich Jahrelang im Sommer versteckt habe? Dass es mir unangenehm war, bei warmem Wetter in Shorts und kurzen Röcken herumzulaufen? Dass ich mich nicht auf Caféstühle setzen konnte und wollte, wenn da kein Kissen drauf war und dass ich meine Beine immer noch nicht gerne übereinanderschlage, wenn ich keine lange Hose anhabe?

Und das alles liegt an einer scheinbar kleinen, aber doch so großen Sache: ich habe Nesselsucht, rote, juckende Flatschen auf der Haut, mal mehr, mal weniger. Medizinisch nennt sie sich Urticaria Akuta (wobei sie bei mir echt nicht mehr akut ist) und ich wollte euch heute mal ein Wenig von meiner Krankheit erzählen. Vielleicht gibt es ja ein paar Mädels unter euch, die ebenfalls an einer Autoimmunkrankheit (zum Beispiel auch Neurodermitis) leiden und denen ich ein bisschen Mut machen kann. Denn irgendwie ist das schon echt eine doofe, wenn auch überhaupt nicht gefährliche, Krankheit.

Im Grunde ist die Urticaria auch überhaupt keine Krankheit, sondern ein Symptom dafür, dass einige Dinge in meinem Körper nicht ganz richtig laufen. Da rastet das Immunsystem schonmal aus und möchte irgendwas heilen, was an der Stelle gar nicht zu heilen ist, weil da eigentlich gar nichts ist. Vielleicht habe ich mich früher zu sehr gestresst, vielleicht habe ich auch allergisch gegen meine schwarze Tattoofarbe reagiert, vielleicht sind es die falschen Pflegeprodukte oder zu viel ungewaschene, neue Kleidung gewesen, die 2008 die Urticaria ausgelöst haben. Nachvollziehen kann ich das nicht mehr, aber jetzt habe ich sie und werde sie auch nicht mehr so richtig los, obwohl ich einiges in meinem Leben, z.B. das mit dem Stress, komplett geändert habe.

Aber das Gute ist, obwohl ich schon bei tausend Hautärzten, Allergologen, Homöopathen und so weiter war, dass ich mich mittlerweile mit meinen roten Flecken ganz gut angefreundet habe. Wenn ich wieder mal ein paar Flatschen bekomme, lächele ich sie nur müde an und grüße sie wie einen alten Bekannten, den man nicht unbedingt mag, aber der halt Nebenan wohnt und man sich deshalb zwangsläufig manchmal über den Weg läuft. Das Jucken kriege ich mit Ureacreme ganz gut in den Griff und wenn mal wieder mein Auge komplett geschwollen ist, dann lache ich halt und sage: „Guten Morgen, mein Name ist Karl Dall.“ und dann schwillt das auch ganz schnell (innerhalb von 2-3 Stunden) wieder ab.

Ich habe auch gemerkt, dass die Urticaria weniger wird, wenn man sie hinnimmt und sich nicht über jeden neuen Fleck aufregt. Hauptsache kein Stress, das ist mein Motto. Und vielleicht kriege ich die blöden Flatschen damit ja auch eines schönen Tages wieder weg. Die Hoffnung bleibt!

Leidet jemand von euch unter so einer nervigen Haut-, bzw. Autoimmunkrankheit? Und habt ihr noch tolle Tipps für mich? Dann schreibt mir gerne unten einen Kommentar!

Habt einen schönen Tag!

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Today, I wanted to talk about a sickness of mine which is not actually a sickness. It’s my immune system going crazy every now and then thanks to a kind of returning rash called Urticaria which I carry around with myself since 2008. It shows by a large, itching rash, sometimes on my arms and legs, sometimes on my belly and back and sometimes even in my face.

The first years, I had big troubles accepting it. I felt insecure and ugly and didn’t want anyone to see my rash. It was (and is) also terribly itchy and not to scratch is a very hard thing to do. Urea creme and lotion is helping me feel better with that, but mainly, it is important to accept the rash and not stress yourself about it.

Maybe some of you also suffer from an auto immune sickness like Urticaria or Neurodermitis. It’s no fun but it does get better when you accept it as an old, annoying neighbour, rather than feeling stressed out and embarrassed by it.

I hope that one day, I will get rid of my Urticaria, but perhaps you have some experience with this kind of thing as well and have some tips for me other than staying relaxed and not to stress about it? If so, let me know in the comment section!

Have a lovely day!

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