Friday Thoughts

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Es ist Freitag und Sommer und wenn die äußeren Umstände nicht so wären, ich hätte doch jeden Grund, glücklich zu sein. Bald hat sich dann auch das dreifache Wohnungschaos in Richtung eines einfachen Lebens im Wedding normalisiert, die Ruhe ist wieder in meinen Alltag eingekehrt, die Gewitter haben nachgelassen und doch… tja, in mir drin ist einfach nichts so, wie es sein sollte. Klar kann ich lächeln. Wenn ich vergesse, für ein oder zwei Sekunden. Bis ich wieder an ihn denken muss.

Ich sitze bei meinem Stammfranzosen vor der Marheineke Markthalle und lese Roland Barthes. Mitunter entwischt mir dabei ein eher lautes “Oh Mann, ja!!”, denn alles, was er zum Alleinsein, zur Abwesenheit, zur Angst und zum Fading eines geliebten Menschen schreibt, hat er doch sicher aus meinem Leben abgeschaut. Er gibt keine guten Ratschläge, er stellt es einfach so dar, wie es ist und ich fühle mich verstanden. Mehr noch als das. Geht es denn jedem liebenden Menschen auf der Welt genau gleich? Warum sind wir dann aber alle so dermaßen kaputt, einsam und verloren?

Ich begegne ihm gestern zufällig und bewege mich stundenlang auf einem seidenen Faden zwischen der gleichen Faszination, die ihn stets umgibt, wenn wir uns treffen und reinstem, eiskaltem Schmerz.

Ich schaue aus dem Fenster, vier Stockwerke nach unten auf die Straße und denke nach. Die Katze ist hier beinahe einmal hinuntergefallen. Doch selbt das Denken fällt mir schwer, denn ich hänge immer nur einem einzigen Gedanken nach. Einzig und allein dem: “Aber was wäre, wenn…?”

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Monki white silk top
ASOS blue mom jeans
Birkenstock white sandals
Chanel classic bag

It’s Friday and it’s summer. If my life had developed in another direction, I’d have every reason to be happy. My living-situation-chaos has almost returned to normal, I’m almost only living in one flat in Wedding now, my life is calmer, the thunderstorms have passed… and yet, inside of me, nothing is as it should be. Of course, I can still smile. In the one or two seconds that I’m not thinking of him.

I’m sitting in front of the Marheineke Markthalle at my favourite French café while reading Roland Barthes. At times, a rather loud “Oh man, yes!” escapes my lips because every single thing he writes about loneliness, distance, fear and fading of a loved one seems to have been taken from my own life’s story. He doesn’t give any advice, he simply states these things as they are and I feel completely understood. More than that, even. Does every single person who has every loved feel the same damn things? But if so, how come we’re still all so broken, lonely and lost?

Yesterday, I met him by coincidence and for hours, tried to balance sheer happiness and the fascination which always surrounds him when I see him with ultimate, pure pain.

I’m sitting at my window and looking down four floors onto the street, I’m trying to get hold of a clear thought. The cat once almost fell down from this window. But even thinking is hard now because in my mind, there is only one thought. Only: “But what if…?”

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7 Comments

7 Comments on Friday Thoughts

  1. Thia Padilla
    Friday July 18th, 2014 at 01:52 PM (5 years ago)

    Gorgeous pictures, especially the first one….

  2. Miss Moneypenny
    Saturday July 19th, 2014 at 06:49 PM (5 years ago)

    Liebe Ricarda,

    ich gehöre zu deinen stillen Lesern und das nicht erst seit gestern. Ich durchblicke nicht ganz, warum es dir gerade nicht so gut geht (nette Umschreibung, nicht?) – dreifaches Wohnungschaos? – frisches Singledasein? – Was auch immer es ist, lass dich nicht davon kaputt machen. Ich mag deinen Blog, weil du neben deinen tollen Fotos und den tollen Outfits (richtig kreative Adjektiv-Wahl) auch immer ein bisschen Lebensfreude zeigst (ich erinnere mich da gerade an deinen einen Post, in dem du Outtakes gezeigt hast, weißt du noch? =) ). Also trauere ruhig, um was und wen auch immer, aber dann musst du dich auch wieder selbst finden. Nicht nur um deiner selbst willen, sondern auch, weil neben Freunden und Familie noch ein paar (wenn auch stille) Leser an deiner Seite hast, die die alte Ricarda wieder haben wollen :)
    Liebe Grüße nach Berlin!

  3. Jennifer
    Saturday July 19th, 2014 at 09:20 PM (5 years ago)

    Amazing pictures and outfit!!! i love your beauty You are my inspiration:)

  4. Sarah
    Saturday July 19th, 2014 at 09:50 PM (5 years ago)

    Bonjour Ricarda!

    Du schreibst ein Mal mehr sehr gefühlvoll und ich meine zu verstehen, was du gerade durchmachst. Spätestens nachdem mein Ex-Verlobter mich in unserer damals neuen Wohnung wegen einer Anderen hat sitzen lassen, weiß ich, was Schmerz ist und, wenn plötzlich der geliebte Mensch weg ist, mit dem man zusammen sein wollte, für immer. Es ist als wenn jemand gestorben wäre. Nicht nur der Mensch, den man in dem Moment der Trennung noch liebt, sondern auch ein Stück von einem selbst stirbt einfach ab.

    Es werden eventuell Narben zurück bleiben. Ich kann dir aber versprechen, dass der Schmerz nachlassen wird und dass im Nachhinein alles für dich einen Sinn ergeben wird, auch wenn er sich dir im Moment ganz und gar nicht erschließt.

    Wenn mein Ex damals nicht fremd gegangen wäre und mich verlassen hätte, hätte ich meine große Liebe, mit der ich nun zusammen lebe vielleicht nie kennen gelernt.

    Du hast das Recht zu trauern und es ist gut, dass du es dir von der Seele schreibst.

    Was Liebe ist, werden wir erst wirklich wissen, wenn wir sie gefunden haben. Denn wenn du Roland Barthes liest, wirst du wissen, dass “ich liebe dich” nur Wörter ohne bestimmten Sinn sind. Sprachwissenschaftlich passen sie nicht wirklich zur Sprache sondern eher zur Musik, sagt Barthes. Und die sei ja auch Ausdruck von Gefühlen. Am ehesten könne liebe für ihn nur “genossen” werden.

    Und das wünsche ich dir für sehr bald!

    Liebste Grüße

    Sarah

  5. Carlotta
    Sunday July 20th, 2014 at 03:18 PM (5 years ago)

    Liebe Ricky,

    Es macht mich jedes Mal traurig wenn ich in deinen Posts lese wie schlecht es dir geht. Ich weiß was es bedeutet allein und mit allem und jedem so komplett überfordert zu sein. Wenn auf einmal alles zu viel wird. Was mir in solchen Situationen aber immer geholfen hat war Geduld. Abzuwarten, bis es wieder besser wird.
    Ich denke am Ende wird es ähnlich sein wie bei deiner letztlichen Suche nach einer neuen Bleibe (bitte entschuldige den stumpfen Vergleich) – zunächst ist es eine schlimme Situation, aber letztendlich kommt doch etwas Gutes dabei heraus. Und wenn du dich irgemdwann, zufrieden mit deinem Leben einmal an diese Zeit zurück erinnerst, wirst du froh sein und dir denken: Gut, dass es so gekommen ist!
    Vielen Dank dass du so ehrlich zu uns warst.

    Alles Liebe,
    Carlotta