Jardin Majorelle / Marrakech

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Eine Oase der Farben – ein Morgen im Jardin Majorelle

Um 8 Uhr morgens öffnet sich die Pforte ins vermeindliche Paradies – Tag für Tag, an jedem Tag (außer im Monat des Ramadan, dann wird erst um 9 Uhr geöffnet). Und man tut gut daran, früh Morgens aufzustehen, wenn man den Garten, in dem einst Yves Saint Laurent flanierte, in seiner ganzen Pracht genießen möchte. Denn dann, zu früher Stunde, hat man die kleinen Wege zwischen den exotischsten aller Pflanzen beinahe ganz für sich allein und muss sich außerdem am Einlass nicht die Beine in den Bauch stehen.

Dieser außergewöhnliche Garten, dessen Planung und Umsetzung den französischen Maler Jacques Majorelle (1886 – 1962) gut 40 Jahre seines Lebens beschäftigt hat, verzaubert seine Besucher noch heute täglich aufs Neue.

Hier wandelt man auf schattigen Pfaden, übersäht von Lichtflecken wie in einem impressionistischen Gemälde, vorbei an sprudelnden Springbrunnen in erfrischendem Hellblau, bis man das Hauptgebäude erreicht, welches einen im strahlendsten aller Blautöne begrüßt. Ein Blau, dessen Inspirationsquelle für Jacques Majorelle im Atlasgebirge begründet lag. Es ist das berühmte Indigoblau, welches typisch für die traditionell gefärbten Stoffe der Tuareg ist.

Dieses Blau strahlt mit dem wolkenlosen Himmel um die Wette und dieser farbliche Zweiklang beruhigt ungemein. Zusammen mit dem Plätschern und Gurgeln der Brunnen, dem Rauschen des Windes in den Blättern und dem Gezwitscher allerlei exotischer Vögel entsteht hier eine Natursymphonie erster Güte. Ein magischer Klangteppich, dem ich stundenlang hätte lauschen können.

Nach einem gemütlichen Spaziergang durch den Garten entdecken wir noch ein kleines Café, welches in pastelligen Grün- und Ockertönen auf uns wartet. Wir trinken einen marokkanischen Pfefferminztee und genießen die entspannende Ruhe.

Bis sich um 11 Uhr der Garten, die Gebäude und das Café immer mehr füllt. Plötzlich ist es vorbei mit der Ruhe, es wird überall gepost, fotografiert, gequetscht und geredet. Hier entscheiden wir uns, zu gehen, denn wir möchten uns die Magie, die dieser Garten auf uns hat übergehen lassen, nicht mehr nehmen lassen. Und mit der wundervollen Illusion, der Garten gehöre einzig und allein uns beiden, verlassen wir ihn wieder in Richtung der großen und lauten Straßen von Marrakesch.

Die Schönheit und Ruhe, die wir hier erleben durften, wird uns aber von nun an begleiten und eine unvergessliche Erinnerung bleiben.

Wart ihr schon einmal im Jardin Majorelle? Wie habt ihr diesen Ort erlebt? Oder würdet ihr ihn gerne einmal besuchen? Erzählt doch mal in den Kommentaren!

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Fotografie: Max Bechmann

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5 Comments

5 Comments on Jardin Majorelle / Marrakech

  1. L❤ebe was ist
    Dienstag, der 10. April 2018 at 13:57 (7 Monaten ago)

    OMG das sind so schöne Impressionen meine Liebe!!!
    marrakech steht ohnehin schon lange auf meiner Reisewunschliste … ich stelle mir das wahnsinnig inspirierend vor, diese ganzen Eindrücke in sich einzusaugen :)

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  2. Shadownlight
    Dienstag, der 10. April 2018 at 13:58 (7 Monaten ago)

    Wundervolle Bilder!
    Liebe Grüße an dich!

  3. Kathi
    Mittwoch, der 11. April 2018 at 15:09 (7 Monaten ago)

    Ich war im Oktober 2016 in Marrakesh und habe damals auch die wunderschönen Gärten besucht, es war nicht zu voll, aber sicherlich auch nicht so leer wie bei eurem Besuch, was sicherlich noch magischer war. Allerdings fand ich den Besuch wunderschön! Die intensiven Farben sind einfach wundervoll! Tolle Aufnahmen <3
    Liebst Kathi
    http://www.meetthehappygirl.com

  4. Saskia
    Samstag, der 14. April 2018 at 05:44 (7 Monaten ago)

    Sieht nach einem tollen Ort aus. Ich war dort noch nicht. Kann mir aber gut vorstellen, dass der Garten viele Besucher anzieht und es richtig voll werden kann.