Talk Business

Business look SET fashion blogger 5

“Show me what you wear and I’ll predict where you work!”
 

I don’t currently work in an office, but since I’m sure that many of you do or will do in the future, I decided to put together a more business-like outfit (but with a twist) than my usual rocky-girly kind of thing. Just for the hell of it, no matter what the result may be.

What is your opinion on the uniformity of dressing at our workplaces?

I have got quite a lot to say about this topic, actually. First of all, I am a rather heavily tattooed lady (not in comparison to some tattooers or their girlfriends, of course) and my body art tends to irritate at many a workplace.
When I first applied for this job as an elementary school teacher I used to do, I wasn’t so sure they would accept all my tattoos, especially those on my arms as they are on constant display there. But they didn’t mind and I was positively surprised. Yet, I still hear people say things like “You work at an elementary school? And it is okay with all your tattoos?” Yeah, at this school, it is. I might not be so lucky at other places, though. But it’s the year 2013 and I still have hope for our society. I think it won’t be a big deal at all in a couple of years, but perhaps, that is just wishful thinking.

I used to work as a waitress for many years and the uniformity is reaching its extremes in this area of work. Everybody had to wear white shirts and black trousers, a black bow-tie and black shoes. Penguin-style. The hair had to be tied back in a bun and all tattoos had to be hidden at all cost. A waiter with tattoos gives away a dirty impression, they once told me. Wow, crazy! Actually, this kind of uniformity was too much for me. Even though it has its reasons, of course. But it is just not something for me.

A certain uniformity when it comes to dressing can indeed be found at every workplace. In my old area (at school), people didn’t quite tend to dress up in the latest fashion, nobody owned a designer bag or wore high heels. The uniform was unspectacular jumpers in dark blue, dark green or dark red, jeans or pants in dark colours and usually sneakers, Birkenstock-sandals or comfortable boots. If you are a fashion blogger or just someone really excited about fashion, you would soon feel out of place amongst your colleagues. I like dressing in colours, in leather and lace. I love heels and make-up. But after three years of having tried to keep my style up at work as well as in in private, I’d given up, mostly for comfort reasons, but also because people (parents of my students in particular) weren’t taking me as seriously when I was dressed up and made-up as when I was dressed down in a jumper, flats and close-to-no make-up. Crazy, huh? But of course, the majority of people still thinks that when you are dressed up in a more exciting way than the general norm, you are a superficial idiot of a girl with nothing but lipstick filling your brain. I’ve experienced it, I know what I speak of!

All I can hope for is more open-mindedness among us people (that includes me as well). If you love your cargo-pants and beanie-hat, I won’t try to change you! If you feel most comfortable in 80s denim, DO IT! Except if it secures your safety of course – then, uniformity of clothing at work is important. But of course, this is not what I’m talking about right now. Everywhere else, the way you dress should not be a reason to judge you. This whole topic reminds me so much of “Skins”-character Cassie with her wild mix of a million different styles. I love her for that, even though she’s not a real person. What I want is to see a hippie-man with long dreadlocks and a leather skirt sitting beside a girl in a Chanel-costume in the same office. I want to see fashionable teachers and relaxed bankers in sweatshirts. Is that too much to ask? Perhaps in the year 2113?

Keep rocking your extraordinary looks if you dare, be bold and keep looking forward to the weekend!

 

SET fashion patterned jeans
Zara blazer
Zara top
Chanel bag
Zara heels
Ray-Ban sunnies
H&M silver hair band

Ich arbeite momentan nicht in einem Büro, noch nicht, aber da sicher viele von euch dort arbeiten oder eventuell in Zukunft arbeiten werden, möchte ich euch heute ein Outfit präsentieren, das etwas mehr Business und nicht so rockig-mädchenhaft wie sonst daherkommt. Sozusagen im Selbstversuch – ob das funktioniert?

Wie steht ihr eigentlich zur Uniformität, die heute noch an unseren Arbeitsplätzen herrscht?

Als ich so darüber nachdachte, fiel mir auf, dass ich zu diesem Thema eigentlich ziemlich viel zu sagen habe.
Zuerst einmal bin ich ja doch eher auffällig tätowiert (wenn auch nicht so offensiv wie manche Tätowierer samt ihrem Gefolge) und meine in die Haut gestochenen Kunstwerke haben schon an dem einen oder anderen Arbeitsplatz stark irritiert.
Als ich mich vor drei Jahren auf meine damalige Stelle als Grundschullehrerin beworben hatte, war ich mir gar nicht so sicher, ob ich dort trotz meiner Tattoos tatsächlich dort angestellt würde. Vor allem jene an meinen Armen waren schon immer, vor allem in den Sommermonaten, regelmäßig sichtbar. Aber der Schulleitung waren die Tattoos egal und ich daraufhin positiv überrascht. Und doch höre ich vielerorts Leute sagen „Wie, du arbeitest an einer Grundschule? Geht das überhaupt mit deinen Tattoos?“. Ja, bei mir ging es. An einer Privatschule. Kaum vorstellbar, aber wahr. Anderorts mag ich nicht so viel Glück haben, aber wir schreiben immerhin das Jahr 2013 und ich hege noch immer großes Vertrauen in unsere Gesellschaft und meine Mitmenschen. Ich denke, in ein paar Jahren wird das Thema vom Tisch sein, aber vielleicht ist das ja auch nur Wunschdenken meinerseits.

Ich habe früher als Kellnerin gearbeitet und die Uniformität, die man ja generell in jedem Beruf irgendwie beobachten kann, erreicht in dieser Branche seinen absoluten Höhepunkt. Jeder an meinem Arbeitsplatz im 5-Sterne-Restaurant und Catering musste weiße Hemden, schwarze Hosen, schwarze Fliegen und schwarze Schuhe tragen. Pinguin-Style. Das Haar musste zurückgebunden getragen werden und Tattoos mussten um jeden Preis versteckt bleiben. Ein Kellner mit Tattoos wirke schmutzig, wurde mir damals erzählt. Verrückt, oder? Natürlich hat das auch einen Hintergrund und eine Tradition, aber da ging es mir irgendwann einen Schritt zu weit mit der Einheitlichkeit. Ein Kellner ist schließlich auch nur ein Mensch, wenn auch ein schlecht bezahlter.

Eine gewisse Uniformität kann man, wie gesagt, natürlich in jeder Branche beobachten. In meinem alten Arbeitsfeld, dem Grunschulbereich, zieht man sich einfach nicht schick an. Niemand besitzt dort eine Designertasche oder trägt High Heels zur Arbeit. “Körnermenschen” nannte eine Kollegin letztens diese Lehrerinnen, die mit grauem Dutt und Brille durch die Korridore schleichen. Die Uniform an meinem Arbeitsplatz besteht aus unspektakulären Pullis in matten Blau-, Grün oder Rottönen, kombiniert mit dunklen Jeans oder bodenlangen Röcken und entweder Sneakers, Birkenstocks oder bequemen Stiefeln. Wenn ihr da ein Modeblogger seid oder euch schlichtweg sehr für Mode begeistert, fühlt ihr euch schnell seltsam unter all den mehr oder weniger uniform gekleideten Kollegen. Ich trage gerne auffällige Farben, Prints, Leder und Spitze. Ich mag High Heels und Schminke. Aber nach zwei Jahren, in denen ich aktiv und angestrengt versucht hatte, meinen persönlichen Stil sowohl auf der Arbeit als auch im Privaten aufrecht zu erhalten, gab ich schließlich klein bei. Einerseits hatte das natürlich Bequemlichkeitsgründe, aber ich bemerkte zudem, dass ich von bestimmten Menschen (vor allem den Eltern unserer Schüler), oftmals ernster genommen wurde, wenn ich mich wie die Masse der Lehrer unauffällig casual kleidete und mich eher nicht schminkte. Diese Erkenntnis versetzte mich zuerst in einen kleinen Schockzustand. Aber die Mehrheit der Menschen ist wohl immer noch der Meinung, dass eine Frau, die sich auffälliger als die Norm kleidet, eine oberflächlicher Tussi mit lauter Lippenstiften statt Gehirn im Kopf ist. Ich habe das erlebt, ich weiß, wovon ich spreche.

Ich hoffe einfach nur auf mehr Toleranz unter uns Leuten (ja, da beziehe ich mich mit ein). Wenn jemand seine Cargo-Hose und Beanie-Mütze liebt, werde ich nicht versuchen, das zu ändern. Wenn ein anderer gerne in 80er-Jahre Jeansklamotte rumlaufen möchte, soll er es BITTE TUN! Außer, wenn es um Sicherheit geht – dann ist Uniformität selbstverständlich notwendig. Aber darum sollte es sich hier nicht drehen. Alles andere solle einfach nur völlig egal sein. Ich muss bei diesem Thema immer so sehr an den „Skins“-Charakter Cassie denken, die mit ihrem wilden Stilmix durch die Jahrzehnte einfach angezogen hat, was ihr gefiel. Das habe ich sehr an ihr bewundert, obwohl sie keine reale Person ist. Was ich sehen möchte, ist zum Beispiel ein Hippie mit langem Haar und Leinenhosen, der neben einem Mädchen im Chanel-Kostüm im gleichen Büro arbeitet. Ich möchte stylische Lehrerinnen in High Heels sehen und entspannte Banker in Sweatshirts. Warum auch nicht? Muss unser Beruf unsere Kleidung bestimmen? Sind wir nicht mehr als nur unser Beruf? Nun ja, vielleicht klappt das ja im Jahr 2113.

Macht einfach so weiter, tragt eure ungewöhnlichen Outfits, wenn ihr euch darin wohl fühlt und freut euch, wie immer, aufs Wochenende!

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24 Comments

24 Comments on Talk Business

  1. WOWS
    Wednesday May 22nd, 2013 at 05:24 PM (4 years ago)

    Marvellous Blazer! Always a great choice for a formal interview and an officer workplace ;)

    Don’t miss today my Comfy look….with amazing Glitter top and New Jeans.

    Kisses from
    http://www.withorwithoutshoes.com
    Bloglovin

  2. Denise Kuckelsberg
    Wednesday May 22nd, 2013 at 05:58 PM (4 years ago)

    Du sprichst mir aus der Seele. Mir geht dieses Schubladendenken dermaßen auf den Keks. Ich muss auch damit leben, dass ich regelmäßig aufgund meiner Outfits in der Arbeit ziemlich gemustert werde aber das hält mich nicht davon ab, mich dennoch so kleiden, wie es mir gefällt. Zum Glück bin ich aber bei meinem derzeitigen Job in der glücklichen Position keinem Dresscode unterlegen zu sein. Ich hoffe, das bleibt auch in Zukunft so.

    • Ricky
      Wednesday May 22nd, 2013 at 08:01 PM (4 years ago)

      Ich würde mich auch nie dazu zwingen lassen, mich anders zu kleiden, wenn es nicht dringend für den Job notwendig wäre. Nur, weil es anderen Leuten vielleicht zu auffällig oder einfach “anders” ist und sie deshalb die Nase rümpfen, nee nee… aber es ist auch wirklich noch diese Respektsache dabei, dass man als junge Frau eher ernst genommen wird, wenn man sich nicht ganz so “auffällig” kleidet und dazu noch schminkt/Haare macht. Schon krass, aber so habe ich es erlebt.

  3. Marie
    Wednesday May 22nd, 2013 at 06:32 PM (4 years ago)

    ♥♥♥

  4. Stefanie
    Wednesday May 22nd, 2013 at 06:47 PM (4 years ago)

    Mit den Uniformen in der Arbeit kenn ich nur zu gut, bin Krankenschwester. Wenn man aus der Masse raussticht kommt das bei den Kollegen immer schlecht an.. “das könnte die Patienten irritieren” komischerweise haben die Patienten noch nie ein Problem mit meinem Aussehen gehabt.

    Würde mich ja wirklich sehr interessieren wie dein normales Arbeitsoutfit aussiehst und wie dich die Kinder auch täglich sehen. Vielleicht hast du mal Lust uns Bilder zu zeigen?

    • Ricky
      Wednesday May 22nd, 2013 at 07:59 PM (4 years ago)

      Ja, meine Kinder hat auch noch keines meiner Outfits gestört, die Eltern anscheinend (ohne es natürlich laut zu sagen) schon eher. Aber gut, das wird sich eines Tages hoffentlich auch noch entspannen. Bis dahin laufe ich halt weiter ohne Schminke und in Schlabberpullis auf der Arbeit rum ;D Ich trage dort echt meistens nur olle Pullover, schwarze Jeans und Loafers. Total öde, aber auch gemütlich!

  5. Nowhere Girl
    Wednesday May 22nd, 2013 at 07:26 PM (4 years ago)

    Wunderbar! Und die Chanel Tasche ist der Hammer. Klassisch, aber edel.

    xoxo Laurenzia

    ohnowheregirl.com

    • Ricky
      Wednesday May 22nd, 2013 at 08:01 PM (4 years ago)

      Ich liebe sie… bestes Investment ever (neben der Proenza Tasche xD)

  6. Sabrina
    Wednesday May 22nd, 2013 at 10:13 PM (4 years ago)

    I work in retail and I always have to be neatly dressed, no bleached or torn jeans, no shorts, no ultra-short skirts. Apart from that, I can choose whatever I want, except for the time around Christmas where we are supposed to be dressier and more elegant, wearing darker colours. I kind of like that idea, to decorate and dress up literally everything around Christmas ;)
    (Sorry to already talk about Christmas when summer hasn’t even started properly, lol)

    x
    Sabrina
    GIVEAWAY now on my blog apixiesviewonfashion.com

  7. eleonora
    Wednesday May 22nd, 2013 at 10:17 PM (4 years ago)

    Wunderschön! Du hast so unglaublich lange Beine!
    Das mit der Uniformität kenne ich auch, das fängt ja schon in der Uni an, wenn ein bestimmter Kleidungsstil einem bestimmtem Fach zugeordnet wird. Ich bin froh, dass ich etwas studiere wo die Leute wirklich unterschiedlich sind und in den Agenturen, die ich bisher kennen gelernt habe ist man auch eher locker drauf. Da trägt jeder was er möchte! Aber da gibt’s bestimmt auch Ausnahmen :D

    Liebe Grüße,
    Eleonora

    ♥ Mein Blog ♥

    • Ricky
      Friday May 24th, 2013 at 04:19 AM (4 years ago)

      Da hast du auf jeden Fall Glück!! :)

  8. Anonymous
    Thursday May 23rd, 2013 at 08:58 AM (4 years ago)

    I understand what you say about trying to conform to the standard attire while being true to your style. I attended high school in Afghanistan as an expat and, lemme tell you, some days I wanted to just go to school in a hijab because it would be easier to completely cover up than to follow the shirt-needs-to-cover-bum and the sleeve-length rules and other restrictions.

    But about your business outfit, fyi, never wear leggings as pants in a business environment! It’s ok to wear printed pants, but if you’re going to wear leggings at work, your top should be a tunic/dress hitting at least right above the knee or longer! However, the blazer and cut leather top are perfect :)

    • Ricky
      Friday May 24th, 2013 at 04:18 AM (4 years ago)

      Oh, thanks for your comment! Just to let you know, though, these are NOT leggins. They are printed JEANS, made of a very thick jeans material, pockets and the likes.. I would NEVER wear leggins as pants, hahaha. I have that much decency ;)

  9. Natalie Conkel
    Thursday May 23rd, 2013 at 02:18 PM (4 years ago)

    I really love what you had to say about dressing up, or down for school and/or the work place. At my school nobody dresses up at all and like you said, they do not take you seriously when you pull together a cute outfit but they do when you are in flats and a jumper? I cant wait for 2113 when I can sit next to that cool dude with dreads and watch our awesome styles clash. Its almost hypocritical of a workplace to claim to want more diversity, except they don’t accept people expressing themselves via the way they look or dress which is an amazing way of showing everyones diverse and unique styles.

    Love this outfit! Pulled together on top, printed bottoms, both trendy and classy. Your so gorgeous!

    x Natalie
    http://www.lonewolfstyle.com

    • Ricky
      Friday May 24th, 2013 at 04:18 AM (4 years ago)

      Thank you for your words, I wouldn’t agree more!

  10. Vicky Wanka
    Tuesday May 28th, 2013 at 06:16 PM (4 years ago)

    Da hast du absolut Recht. Ich studiere an einer Modeschule, da fühle ich mich pudelwohl. Aber sobald ich ausserhalb der Schanze durch Hamburg fahre und z.B. mit meinen Rüschen- oder pinken Socken auftauche, kann ich die komischen Blicke nicht mal mehr zählen :-D Ich denke mir dann immer: “Ich würde mich auch nicht so kleiden wie ihr in euren Funktionsjacken.” Sobald mich jemand mal länger anstarrt, lächle ich einfach. Und die meisten schauen dann weg oder lächeln zurück :-) Aber Deine Situation ist natürlich ganz anders… Kopf hoch! Ich liebe Deinen Stil!
    LG, Vicky
    http://www.vickysmodeblog.com

  11. MatravésdelEspejo
    Thursday May 30th, 2013 at 02:49 PM (4 years ago)

    Wow! I didnt know you worked in a primary school. What a thrill! I’m studying teaching profession at university now, and you’re absolutely right about uniformity in clothing. When I was as an intern at school, the other teachers only wore dark colors and tracksuits… But hey, I’m not giving up at the moment, if I have to adapt to a specific context I try to be myself. I hope we all have that vision in a short time!

  12. Melanie
    Friday June 7th, 2013 at 03:36 PM (4 years ago)

    I really love this outfit :)

    Melanie ♥

  13. FancyBeast
    Tuesday December 10th, 2013 at 11:39 AM (3 years ago)

    Hi Danke für den schönen Blog-Beiträge.
    PS: Freue mich immer wieder einen Blog zu finden der mit Herz gepflegt wird.
    LG

    • Ricky
      Tuesday December 10th, 2013 at 05:54 PM (3 years ago)

      Uh, dankeschön :D Das freut mich so sehr zu hören, weil wirklich so viel Leidenschaft in diesem Ding hier steckt :D