Mein Herbstlicher Siebziger-Jahre-Look und ein paar wichtige persönliche Gedanken

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„Where did all the peace and love go?“

Ihr Lieben, bei einer Flasche Rotwein unterhielten sich Max und ich uns gestern Nacht viele Stunden hingebungsvoll über die Welt, in der wir leben und obwohl wir keine weltbewegenden, neuen Erkenntnisse sammelten, wurde mir doch einmal wieder gewahr, wie endlos viele Probleme es doch auf unserer menschgemachten Welt gibt, wie schrecklich so viele Menschen leben müssen. Ich fragte mich einmal mehr: „Wie konnte das eigentlich passieren?“

Wir sprachen über die seltsame Wichtigkeit und Schnelllebigkeit von Besitz in unserer westlichen Welt, über all die Umweltkatastrophen, das Klima und den Müll und bemerkten die zusehens schwindende Nächstenliebe unter uns Menschen. Wir erkannten, dass man in unserer westlich-kapitalistischen Welt heute viel weniger Wertschätzung und Respekt für vielerlei traditionsreiche, generationsübergreifende Berufe hat, als es noch vor 60 Jahren der Fall war. Das Kapital ist heute der erbarmungslose Diktator unseres gesamten Lebensalltags geworden – das wusste schon Karl Marx. Statt mit Erfahrung und Tradition haben sich die Neureichen mit all ihrer Kaufkraft und ihrem Einfluss selbst zu ganz großen Stars erkoren und haben im selben Atemzug dem Kapitalismus eine ganz neue, noch viel erschreckendere Bedeutung verpasst.

Wir verstanden, dass wenn wir etwas ändern wollen, wir uns kein Lob und keine Hilfe erhoffen können. Wenn wir unsere dicken Winterjacken, die wir eh nicht mehr tragen, einem Obdachlosen schenken wollen, wenn wir kein Obst aus fernen Ländern mehr kaufen wollen oder was auch immer noch alles möglich ist, dann machen wir das einfach, das bedarf keiner großen Ansprache. Und doch denke ich, dass man wichtige Themen ruhig auch mal ansprechen sollte, um andere Menschen (wie euch LeserInnen) dazu zu motivieren, kleine Veränderungen im Leben zu neuen Gewohnheiten werden zu lassen.


Was wäre, wenn jeder bei den kleinen Dingen des Alltags beginnen würde?

– stets ein offenes Ohr für die Menschen zu haben, die einem im täglichen Leben zufällig oder geplant begegnen
– zu helfen, wo offensichtlich Hilfe gebraucht wird
– gerade im Winter warme Kleidung an die Hilfsorganisationen zu spenden oder direkt den Obdachlosen vor dem Supermarkt fragen, ob er etwas braucht
– den Plastikmüll zu reduzieren, indem man IMMER eigene Jutebeutel dabei hat, und…
– … nur lokal, saisonal und von kleinen Bauern, die auf Wochenmärkten verkaufen, Obst, Gemüse, Eier, Brot etc. eizukaufen
– weniger und nur hochwertiges Fleisch zu essen
– keine Inlandsflüge zu buchen und nicht unnötige Strecken mit dem Auto zu fahren, sondern mit der Deutschen Bahn unterwegs zu sein
– weniger online zu shoppen und mehr Second-Hand-Teilen einen neuen Look zu verpassen (wegen des Verpackungsmülls und der Abgase der Lieferautos)
– lieber auch mal gebrauchte Dinge über Kleinanzeigen zu kaufen und es persönlich abzuholen
– die Elektrogeräte wie etwa Computer und Handys zu verwenden, bis sie wirklich kaputt sind und nicht etwas neues zu kaufen, nurweil es so hip und neu ist

Nobody is perfect, das ist ja klar (und ich schonmal gar nicht), aber es gibt so viele kleine Dinge, die helfen würden, diese Welt zu einem besseren Ort und die Menschen zu glücklicheren Wesen zu machen.

Man muss nur anfangen…

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Fotografie: Max Bechmann

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12 Comments

12 Comments on Mein Herbstlicher Siebziger-Jahre-Look und ein paar wichtige persönliche Gedanken

  1. L♥ebe was ist
    Donnerstag, der 16. November 2017 at 08:30 (4 Wochen ago)

    was für ein wundervoller Gedankentext meine Liebe! ich kann dir zugeben … manchmal sollte man dieses „Was wäre wenn“-Spiel einfach mal machen! unsere Welt könnte ein soviel besserer Ort sein, allein wenn wir achtsam für einander wären :)

    deinen Look finde ich übrigens mega cool! ich mag diese 70ies Vibes – v.a. der kuschelige Pulli hat’s mir angetan … verrätst du woe der her ist?

    hab einen wundervollen Donnerstag Liebes,
    ❤ Tina von http://liebewasist.com

    Antworten
  2. Tina
    Donnerstag, der 16. November 2017 at 08:55 (4 Wochen ago)

    Guten Morgen Ricarda und wirklich mal wieder ein toller Post – ich denke auch, dass man bereits mit kleinen Dingen etwas bewirken kann. Auch wenn die Ausiwrkungen nicht gleich direct sichtbar sein sollten, so vermittelt es einem doch ein gutes Gewissen. Und gerade Sachen die easy umzusetzen sind (Jutebeutel statt Plastik) können denke ich in der Summe der Umsetzenden wirkolich viel beitragen. :-)

    Und nebenbei bemerkt: dein Look ist auch ganz zauberhaft. Vor allem die Flare Pants steht dir mega ♥

    xxx
    Tina

    https://styleappetite.com

    Antworten
  3. Natali
    Donnerstag, der 16. November 2017 at 10:34 (4 Wochen ago)

    That’s such a perfect, 70s inspired look! I’m loving your culottes and mini bag. :)
    Also, great to read your thoughts and point of views over some things which are very important to
    talk about. I’m glad to see that we have lots of ideas in common.

    https://lartoffashion.com

    Antworten
  4. Sassi
    Donnerstag, der 16. November 2017 at 14:24 (4 Wochen ago)

    Liebe Ricarda,
    bei einem Glas Rotwein kommen einem ja oft die besten Ideen.
    Wie schön, dass ihr an eurem gemütlichen Abend auch an die gedacht habt, denen es nicht so gut geht.
    Jeder Gedanke und jede Geste zählt und deswegen bin ich froh dass ihr die gesellschaftlichen Probleme zum Thema gemacht habt.
    Der Mensch ist ja ein bequemes Gewohnheitstier und je öfter er einen Impuls bekommt was zu ändern, desto besser.
    Gerade In der Vorweihnachtszeit bin ich eh immer so rührselig angehaucht und möchte am liebsten die ganze Welt retten.
    Vielen Dank für Eure schönen Gedanken, die mich sehr berührt haben.
    Dein Pulli ist übrigens ein Traum und die Bilder wie immer wunderschön.
    Hab einen wundervollen Abend <3
    Liebste Grüße,
    Sassi

    Antworten
  5. Valerie
    Freitag, der 17. November 2017 at 07:55 (4 Wochen ago)

    Kann ich zu Hause 100% unterschrieben. Danke dass du so klare Worte dafür gefunden hast. Ich finde es sollten noch viel mehr Blogger ihre Reichweite dafür nutzen. Als ich eine ähnliche Story auf Instagram geteilt habe was Obdachlose vor dem Supermarkt betrifft, kam eine Nachricht dass in Deutschland ja wohl niemand auf der Straße leben müsste usw… das hat mich so traurig gemacht. Wieso nicht mal die Politik beiseite lassen und den Mensch sehen. Den Menschen dem es offensichtlich sehr viel schlechter geht als uns und für den ein warmer Kaffee, ein besserer Tag bedeutet. Ich frage mich ganz oft wie es dazu kommen kann so kalt und abgehärtetet zu werden und wo das Mitgefühl geblieben ist. Geben ist so viel stärker als wir denken und macht oft viel reicher als das Nehmen. Danke für den schönen Artikel<3

    Antworten
  6. Saskia
    Freitag, der 17. November 2017 at 12:47 (4 Wochen ago)

    Dein Outfit ist wundervoll. Hier in Thailand fallen mir viele Dinge gerade besonders auf. Die Menschen hier haben wenig und sind so glücklich. Sie sind mehr als Gastfreundlich, es gibt lokales Essen und es muss nicht die neuste Technik sein.

    Antworten
  7. Leni
    Sonntag, der 19. November 2017 at 15:13 (3 Wochen ago)

    Richtig! Man muss einfach nur damit anfangen. Es müssen keine großen Schritte sein, kleine Gesten können auch schon viel bewegen. :) Bsp. ein Lächeln jemanden schenken der traurig ist. <3
    Mir gefällt auch dein Outfit mega gut!! *-*
    Ganz liebe Grüße, Leni
    http://www.theblondejourney.com/

    Antworten
  8. Sonja
    Montag, der 20. November 2017 at 12:24 (3 Wochen ago)

    Liebe Ricarda,
    du regst wirklich zum Nachdenken an!
    Ich nutze neuerdings Ebay Kleinanzeigen und Kleiderkreisel – eine tolle Möglichkeit anderen mit Dingen, die man nicht mehr braucht, eine Freude machen zu können.
    Liebe Grüße
    Sonja – The Cozy Life
    https://the-cozy-life.blogspot.de

    PS: Ich liebe dein Styling! Die Hose ist der Wahnsinn :)

    Antworten
  9. Jasmin
    Montag, der 20. November 2017 at 21:26 (3 Wochen ago)

    Hey Liebes,

    vielen lieben Dank für diesen schönen Post!
    Ich habe vor kurzem einen Ted Talk auf Youtube angesehen – darin ging es darum der Welt für 365 Tage, jeden tag etwas zurückzugeben. Sei es einem fremden Menschen ein Lächeln zu schenken oder auch z.B. Anderen Hilfe anzubieten, so wie du es schreibst!

    Wir können eigentlich gar nicht zu viel dergleichen tun – schön dass du uns da zusätzlich bestärkst :))

    Fühl dich lieb gedrückt und hab noch einen schönen Abend! :)

    Liebst,
    Jasmin von couturedecoeur.com | Fashion Blog from Germany / Modeblog aus Deutschland, Köln

    Antworten
  10. Anna
    Donnerstag, der 23. November 2017 at 11:50 (3 Wochen ago)

    Oh wow! Das Outfit und auch die Bilder sind ja ein Traum! Und du hast recht, so ein bisschen 70ies-Flair schwingt mit <3

    Liebst, Anna

    Antworten

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